#missionundercover – Merrylock 3040

Nun reihe ich mich nach Änni von ännisews mit meiner ersten Testmaschine zur #missionundercover ein.
Vorab muss ich sagen, dass mir die Einteilung von Miri bzgl. der Reihenfolge der Testmaschinen sehr  entgegen kommt. Ich fing nämlich mit der günstigsten Maschine an und werde zum Ende dieser Woche „den Mercedes“ testen. Alle Maschinen sind uns von Nähwelt Flach zur Verfügung gestellt worden.
Auf Grund der Testreihenfolge kann ich unvoreingenommen – ok, unser undercover-Chat macht es ein bißchen schwierig, ganz und gar unvoreingenommen zu sein 😉  – alle Maschinen testen.
Ich habe noch NIE vorher mit einer Covermaschine genäht. 
Und bin ich durch meine Ovi, eine Babylock eclipse dx, sehr verwöhnt, was das Einfädeln angeht. Die Eclipse hat das Jet Air – System und pfeifft die Unterfäden ohne einen Handgriff durch die Maschine. 
Daher hatte ich besonders bei der ersten Maschine ein bißchen Bammel vorm Einfädeln…
Aber nun zum Test:
die Merrylock 3040

der erste Eindruck:

stabil, wertig, schwer (mag ich), kein Abdeckung, wenig Zubehör (Pinzette, Schraubendreher, Nadelhalter)

Einfädeln:

Gemäß Anleitung weiß ich nicht, wo der 1. Faden am Ende hin soll. Ungewohnt ist der Füßchenheber – nach unten drücken, damit er hebt!
Aber alles in allem klappt es ganz gut.

die ersten Testrunden: Jersey

und dann…

Nächster Versuch, anderer Jersey und ein zweites Mal eingefädelt:

… über eine Ovinaht nähen, nöööö! Der Stoff wird regelrecht gefressen von der Maschine.

Nervennahrung:
Eine Chance geb‘ ich der Maschine noch! Das neue Schlafanzugoberteil vom Junior ist so lang, dass notfalls 3 cm Schnitt nicht auffallen 😉 …NEIN! Das geht gaaaar nicht!!:

An Jersey trau‘ ich mich nicht mehr. Nächste Probe mit Webware:

Rock abnähen (oben) klappt. Der Stoff ist sehr dünn.

Kissen mit Hotelverschluss (nur der Umschlag!!!) – klappt auch!:

Handhabung, Lautstärke:

Die Maschine läuft sehr ruppig an. Anders kann ich das nicht nennen. Plötzlich ist sie (zu schnell) da. Gefühl kennt sie nicht, auch keine langsame Geschwindigkeit.
Der Durchlass war für meine paar „Übungen“ ok. Die Maschine hat keinen Freiarm.
Der Nähfuß ist nicht durchsichtig. Das finde ich sehr hilfreich bei meiner normalen Nähmaschine und  es fehlt mir hier. Ob es da anderes Zubehör gibt, weiß ich nicht.
Zur Lautstärke mag ich nicht wirklich was sagen. Ich fand sie nicht übermäßig laut, allerdings stört das Knattern hier abends auch keinen, sondern beruhigt eher 😉


FAZIT:

Die Merrylock ist die günstigste Maschine im Test. Auf ebenem Gelände lief sie tadellos. Das reicht MIR nicht. Ich vernähe viel Jersey und die Maschine MUSS anstandslos über eine Ovinaht drüber laufen – ohne Stichbildauflöser.

Mag sein, dass man mehr mit der Merrylock üben muss. Denn Covern bedeutet Üben! Das haben mir schon die ersten Versuche gezeigt. 
Ich habe nur wenige Abende getestet, es war meine erste Maschine, die Erwartungen waren/ sind hoch.
Ich bin gespannt, was die anderen Mädels zu der Maschine sagen. MICH hat sie nicht überzeugt.

Morgen geht’s weiter bei Miri mit der Janome. 
Macht’s hübsch. Bleibt dran.
P.S. Alle Testberichte werden bei Miri gesammelt. Über das #missionundercover – Logo (auch in meiner Sidebar) gelangt ihr auch dorthin.

Bei Instagram findet ihr unsere Aktion unter dem Hashtag #missionundercover.


13 Kommentare

  1. Guten Morgen Danie,
    ….na endlich, ich verfolge alles sehr gespannt und find die Aktion super.
    LG Heike

  2. schneidern meistern sagt: Antworten

    Liebe Danie,
    ein ehrlicher Bericht und wahrscheinlich sehr hilfreich, für alle die Geld sparen wollen.
    Ich freu mcih darauf wie es weiter geht!
    Liebe Grüße
    Monika

  3. Liebe Danie, super geschrieben und das Bild mit der Nervennahrung ohne Worte. Hab eben herzhaft gelacht!
    Liebe Grüße
    Johy

  4. Das ist ja alles sehr interessant!!! Da ich mir vor einiger Zeit auch eine Cover gekauft habe (es ist eine aus eurer Test-Reihe), war ich zwischenzeitlich auch mal auf dem Trip "Wäre eine andere vielleicht besser gewesen…?". Bin mal gespannt, wie das Testergebnis meines Maschinchens ausfällt.
    Liebe Grüße
    Katja

  5. Guten Morgen Daniel,
    das finde ich mal eine Super Aktion!
    Auch verfolge euer testen ganz gespannt.
    Eine Covermaschine wär schon was……..
    Auf jeden Fall, danke fürs testen und eure Beiträge dazu.
    Herzlichst
    Maira

  6. Die Merrylock war auch meine erste Cover. Ich habe den gleichen Eindruck wie du gewonnen. Auch viel Übung brachte keine Besserung. Ich habe sie dann verkauft und mir die Janome geholt. Besser, aber manchmal zickt auch die rum. Aber 1200€ für die Babylock, nur um Säume zu nähen? Nööööö. Bin gespannt, was du dazu noch berichtest…
    Liebste Grüße, Bine

  7. Hallo Bine. Danke, dann hab' ich mich also nicht getäuscht! Ich bin auch gespannt, 2 Maschine stehen noch aus. Mein Janome-Testbericht kommt nächste Woche… (-; Noch ist alles offen, zumindest bei mir! Liebe Grüße

  8. Ein toller Einblick! Gut, dass Du hier die unterschiedlichsten Materialien getestet und auch gezeigt hast! Find ich echt prima!
    Ich freu mich schon auf morgen!

    Ganz liebe Grüße
    Christiane

  9. Wirklich ein super Post, Danie! Da bekommt man einenn richtig guten Eindruck, und Du hast ja auch viel ausprobiert. Ich bin auch weiterhin noch nicht final in meiner Entscheidung *wahhhh*

    Liebste Grüße
    Miri

  10. Bei diesem Thema bin ich auch hin und her gerissen, wegen einem Hobby gute 5000€ in der Bude stehen zu haben….mmmhhhh….und dann sehe ich immer wieder die "Covernähte" von "normalen" Nähmaschinen….mmmhhhh…. ABER ich habe die Babylock getestet…achhhhh…ich sags Dir, dann kommt das Teufelchen auf der Schulter und schreit in mein Ohr : KAUF SIE!!!!!! Also tausend Dank für Deinen Bericht, scheint mir so, dass ich noch Geld sparen muss und es tatsächlich dann die Babylock werden muss….

  11. Huhu,
    Ich hab mir die Merrylock im Sommer 2014 gekauft. ich bin jetzt nicht der Typ der diese sichtbaren Covernähte covert, sondern nutze sie eigentlich hauptsächlich zum Säumen, Ich muss sagen, dass ich in den 9 Monaten nicht einen Fehlstich hatte. Über die Ovinaht muss man wirklich langsam rüber, das stimmt und es hilft dann auch den Nähfuss hinten mit einem Stück Pappe etc. anzuheben. und ich muss sagen, dass sie halt mit Abstand die günstigste Coverlock ist – und ob eine doppelt so teure Maschine doppelt so gut näht kann ich mir nicht vorstellen. ??? ich bin gespannt, wie dein Fazit zu den anderen Madchinen ausfällt.
    Und ich hab noch eine Frage. Ihr habt reihum dieselben Maschinen bekommen? D.h. Ihr habt alle auf der selben Merrylock getestet? Vielleicht hätte ich da mit meiner Maschine auch einfach Glück… ?

    LG Nadine

  12. Hey Nadine. Danke für deine Nachricht. Wir schicken die Maschine reihum weiter, nähen also alle auf den gleichen. Der Zeitansatz für jede Maschine ist recht kurz. Meist haben wir nur 3-4 Abende Zeit für den Testlauf. Die Merrlock war ja meine erste Maschine und ich völlig unbedarft. Covern muss man ja wirklich üben und jetzt, nach der 3. Maschine,wäre es sicher auch anders. Trotzdem wäre die Merrylock nichts für mich. Sie war mir einfach zu unberechenbar und bei den teuren Stoffen möchte ich mich unnötig über kaputte Nähte ärgern müssen…. Zwischen den anderen Maschinen mag ich mich momentan allerdings noch nicht entscheiden… (-; Liebe Grüsse

  13. seit 3 Jahren kaufe ich mir schon eine Covermaschine.Ich habe sie immer noch nicht.
    Alle scheinen mit Fehlstichen behaftet zu sein ?
    In diversen Nähtreads würde ausführlich über ihre Macken diskutiert .Ich will nähen und nicht Probleme lösen müssen.
    Eine Cover für die Änderungsschneiderei gibt es schon ab 1750 euro.Da hat man das Profigerät und muß sich nicht über Fehlstiche Gedanken machen.Leider hat sie einen kleinen Haken,nicht der Preis sondern das Gewicht und die Größe.
    Bei den heutigen Stoffen hat die „Cover “ durchaus ihre Berechtigung im Nähzimmer.Wer ein Bündchen oder ein einfaches Tshirt aus dünnen Baumwollstrick auch nur kürzen möchte ,schafft das nicht mit einer Doppelnadel.Die Nähte bleiben nicht stabil und reißen alle.

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